WÄRMETHERAPIE

Rotlicht

Bei dieser Wärmebehandlung dringen die Strahlen nur in die oberste Hautschicht ein und werden dann in Form von Wärme in die tieferen Körperschichten weitergeleitet. Dadurch wird die Gewebetemperatur erhöht, was zu (sofern es die Druckverhältnisse im Gewebe erlauben) einer Gefäßerweiterung führt. Der therapeutische Effekt beruht somit auf der verbesserten lokalen Durchblutung.

Ultraschall

Als Ultraschall (oft als US abgekürzt) bezeichnet man Schall mit Frequenzen oberhalb des Hörfrequenzbereichs des Menschen. Er umfasst Frequenzen ab etwa 16 kHz.

Durch den auf den Körper wirkenden Ultraschall kommt es im Gewebe zu einer mechanischen und thermischen Wirkung. Die mechanische Wirkung ist eine Vibrationswirkung. Durch den Schalldruck kommt es im umliegenden Gewebe zu starken Kompressionen und Expansionen, was der Wirkung einer kräftigen Massage oder Bindegewebsmassage entspricht. Die thermische Wirkung hingegen entsteht durch die Schallresorption körpereigenen Gewebes.

Moorpackung

Schon Paracelsus hat "Moor" als Heilmittel bei verschiedenen Erkrankungen empfohlen. Hierbei werden ein oder mehrere Moorkissen unter einzelnen oder mehreren Körperteilen gelegt, zusätzlich kommt noch ein Wärmeträger unter das Moorkissen, welcher die Wirkung des Moorkissens beginnen lässt. Den Moorbehandlungen wird eine nachhaltig entspannende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben.

Heiße Rolle

Die "Heiße Rolle" verbindet die gezielte Wärmeapplikation und Massage: 3-4 Handtücher werden trichterförmig zusammengerollt und mit kochendem Wasser durchtränkt. Die Rolle wird anschließend auf die ausgewählten Körperpartien langsam ausgerollt und betupft. Mit zunehmender Abkühlung kann die Heiße Rolle weiter ausgerollt werden. Gleichzeitig wird das kältere Ende des Tuches wieder eingerollt. Zum Schluss wird das Tuch vollständig auf der behandelten Körperpartie ausgerollt, wo es bis zur Abkühlung verbleibt.

Diese Methode wird auch als tonusmindernde Vorbehandlung für eine nachfolgende Physiotherapie verwendet. Sie eignet sich zur Selbstbehandlung des Patienten und ist gut dosierbar.